Wann geht man für den gesamten E1 am besten Los?

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4 Monate 3 Wochen her #744 von zaufen
Es gibt recht neue, sehr informative Videos von vielen Etappen des E 1 in Norwegen bei youtube. Die sind zwar auf französisch, aber zeigen recht repräsentativ die Landschaft. Allerdings ist es eigentlich eine Beschreibung "Norge på langs", Norwegen der Länge nach, so dass es im Süden sowieso, aber auch im Norden schon Abweichungen gibt. Die Etappen 1 bis 10 folgen aber dem E 1 - zum Teil mit denselben Variationen, wie wir sie gemacht haben.
Hier mal ein Link zu der ersten Etappe:

Die beiden rennen mit extrem wenig Gepäck sehr schnell und ausdauernd durch die Gegend - aus der Gesamtstrecke im Durchschnitt 40 km am Tag. Auf den ersten Etappen haben sie noch nicht so viel geschafft und waren trotzdem hinterher erledigt - da haben wir uns ganz gut gefühlt, weil wie ähnliche Tagesleistungen hatten. Ganz im Norden ist eben relativ viel Wegsuche, Bachquerungen etc dabei - wobei diese Franzosen immer eiskalt mit Schuhen und Hosen durch die Flüsse gelaufen sind und mit nur einem Stock. Uns wäre das entschieden zu wenig Ausstattung, auch diese Leicht-Zeltchen. Bei so kleinen Rucksäcken mussten sie auch längere Etappen machen, weil sonst das Essen nicht gereicht hätte...

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4 Monate 3 Wochen her #745 von Armin
Danke für die hilfreichen Infromationen. Ich war ein wenig geschockt von Deiner Aussage zur Etappe 01.03 wo Du von 10-12h vs. 5h Wandern bei Danielsson schreibst! Ich weiss jetzt nicht ob ich das wirklich im September alleine durchziehen will oder doch erst im nächsten Sommer mit Begleitung. Vier Augen sehen mehr! Im Sommer ist der Regen tendenziell auch wärmer ;-) Dann würde ich dieses Jahr an Wochenenden ein paar Etappen vor der Haustüre machen, von Konstanz nach Morcote, und dann in den drei Wochen im September den Berglandsleden (Örebro län/Etappe 09). Mal schauen was das Jahr noch so bringt. Ich werde mir den E1 ja sowieso zusammenstückeln (müssen).

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4 Monate 3 Wochen her #746 von zaufen
Hallo, ich will ja keine Panik verbreiten - wir haben auf dem E 1 auch in den arktischen Bereichen nicht gelitten. Wenn man im Netz stöbert, stößt man auf einige Berichte von Leuten, die zu früh gestartet sind und es abgebrochen haben und weiter südlich begonnen haben. Berichte über den ganz hohen Norden im Netz habe ich nur von "Lena und Thilo" - bei hiking-europe verlinkt, aber inhaltlich ziemlich knapp was harte Fakten betrifft - und jetzt diesen Franzosen gefunden (und unsere eigenen Berichte). Selbst die Franzosen in den Videos, wo ja Zeitangaben dabei sind, die fast kein Gepäck dabei hatten und durch jeden Fluss ohne Schuhwechsel gegangen sind (mit Schuhwechsel und Abtrocknen je Furt etwa +20 Minuten war so unsere Kalkulationsgrundlage) haben die Danielsson-Zeiten bei weitem nicht geschafft. Und das obwohl sie später z.T. 47 km am Tag gelaufen sind. Bei Zeitangaben ist immer die Frage, was man mit hineinrechnet: reine Gehzeit ? Pausen, Orientierungsstopps, Fotos, Furten...?
Danielsson Etappe 8 - 6 h, knapp, aber kann zu schaffen sein
Etappe 9 - wenn man so geht wie beschrieben, mit 4 Furtungen mindestens 7 bis 8 Std, wenn man jeweils auf dem Ostufer bleibt, etwas weniger
Etappe 10 - 9 Stunden illusorisch, zumal fast jeder nach Olderfjord gehen wird, was das Etappenende Duolbajarcopma fragwürdig macht.
Etappe 11: 5 Stunden - wegen der Wegqualität evtl. zu schaffen
Etappe 12: 5 Stunden sind absurd - das wäre ja ein Durchschnitt von 4,6 km, das schafft ein bepackter Wanderer doch nicht mal auf ordentlichen Wegen in Mitteleuropa, also erst recht nicht weglos in arktischen Sümpfen. Auch die fitten Franzosen haben für das Stück 9 Stunden gebraucht. - mit nassen Füßen.
Etappe 13: Da sind die 5 Stunden für 25,7 km bei Danielsson noch absurder. Ein Schnitt von über 5 km/h mit Gepäck bei 526 Hm Aufstieg und mindestens 3, je nach Wasserstand mehr Furten! Selbst die Franzosen in den Videos haben (zusammengerechnet aus den beiden Etappenteilen, sie haben ja bei Langnes campiert) 11 Stunden vom Nordkapptunnel bis zur Vardancohkahütte gebraucht. Und die hatten viele Tage Super-Wetter nach einem trockenen Jahr - es war im hohen Norden von Herbst 2022 bis Sommer 2023 extrem trocken. Wer bei hikr unsere anderen Touren anschaut, sieht ja, dass wir auch Erfahrung und Kondition haben.
Bei Etappe 14/15 auf Mageröya sind die Zeiten bei Danielsson knapp, aber für gute Geher als reine Gehzeit machbar. Pausen etc. extra.
Der Regen kann im Sommer genauso kalt sein...Durch die Meeresnähe braucht man - auch wenn die Vegetation auf 100 m Höhe so ist wie in den Alpen auf 2000 m Höhe - im Sommer nicht mit Wetterstürzen mit Schnee zu rechnen.

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